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29. Mai 2015

Schreiben hilft...

Schwierig.   Das alles.    Ich. Worte finden.    Sätze bilden.     Sinn begreifen.     Nicht aufgeben.    Angst.
Ich schreibe.  Verworren. 
Ich schreibe gern, das hilft mir mich auszudrücken. Geschichten liegen mir, helfen beim runterkommen oder beim aufregen. Lassen einen hinter die hässliche Fratze stumpfer Gedanken sehen. Und einmal im Fluss füllen sich Seiten und leeren sich  Gedanken. 
Ich habe mein ganzes Leben noch nie Tagebuch geführt bis auf das Jahr 2012. Es ist ein schwarzes Notizbuch in Leder gebunden. Es war günstig aber Seite um Seite habe ich mit unendlicher Trauer, Wut und Angst verfasst. bis ich irgendwann leer war, bis es nichts mehr gab worüber ich hätte wütend sein können. Ich hatte besseres zu tun als mich selbst zu bemitleiden. Ich würde liebend gern sagen DU hast mich kaputt gemacht aber das stimmt nicht. Ich hab zugelassen das ich kaputt gehe. Schon Jahre bevor wir uns kannten gab es Risse in der Schneekugel meines Lebens... Du warst nur zur falschen Zeit am falschen Ort und hast gar nichts getan... Nur diese Hand gehalten. Die nicht meine war. Das war der Augenblick der alles veränderte und für den ich dir immer dankbar sein werde.
Dieser Moment ist die Kehrtwendung, der Tiefpunkt meines Lebens. Das hat mich gerettet, das weiß ich heute. Es hat mir ermöglicht Hilfe zu sagen statt Danke; hat mich aus der Schneekugel befreit, hat mich anfangen lassen zu verzeihen, zu überdenken. Ich habe alles aufgeschrieben, weil es hilft zu verstehen. Ich schreibe. Das Alles.  Die Worte finden mich.  Begreife Sinn und finde Mut. Ich schreibe gern, das hilft mir mich auszudrücken.

19. Mai 2015

Pause drücken

Tage wie diese sind selten geworden. Dennoch gibt es sie... Sie bringen mich aus dem Takt und lassen mich schwanken.  Der Unterschied zu früher ist dass ich nicht falle oder besser gesagt ich bleibe nicht mehr liegen. Da sind Hände die mich halten, Blicke die mich beruhigen. Da ist die Liebe.
Da ist all das was schon immer da war... Nur das ich es jetzt zulassen kann...ιch bin an mir zerbrochen und daran gewachsen.
Habe da gesessen, die Scherben gedreht und gewendet, habe jedes einzelne Stück sorgfältig wieder zusammengesetzt. Ich bin wie neu, bin glücklich und doch gibt es Tage wie heute... Tage an denen ich mich leer fühle, einsam und kraftlos. Aber Ich weiß auch das diese Tage vorüber gehen. Wie heißt es ? Ein schlechter Tag macht noch kein schlechtes Leben.